Geschichte


 

 

Der Konstanzer Keiler

Wildschweine sind in Eurasien verbreitete Wildtiere. Schon seit langer Zeit findet man in den Wäldern um Konstanz kleine Wildschweingruppen. Diese Gruppen nennt man „Rotten“.

Einer dieser Rotten wurde der Wald zu langweilig und sie durchforschten die Wiesen um Konstanz und landeten schließlich in der Innenstadt. Sie verbreiteten überall Aufsehen und teilweise etwas Angst und Schrecken. Da Wildschweine Allesfresser (und Trinker) sind, fühlten sie sich in den Gassen und Gaststätten in Konstanz sehr wohl. Einige Konstanzer fütterten die Tiere, die so die Scheu vor dem Menschen verloren, anderen Teilen der Bevölkerung waren sie aber meist ein Dorn im Auge. Sie verscheuchten die geselligen Tiere wieder zurück in die umliegenden Wälder und fühlten sich wieder sicherer.

Doch die Keiler fanden sich mit ihrer Aussperrung nicht ab und jedes Jahr in der Woche vor der Fastenzeit, wenn in Konstanz auf den Gassen und Gaststätten gefeiert, geschmaust und getrunken wird, kehren sie zurück in die Stadt. Im Schutz der Menschenmassen und Narren genießen sie das wilde Leben und mischen sich unter das Konstanzer Volk. In der Nacht zum Aschermittwoch versammelt sich die Rotte dann, um für ein Jahr zurück in die umliegenden Wälder zurückzukehren.

 

Das Häs

Den Konstanzer Keiler erkennt man an seinem dunkelgrau bis braun-schwarzen Fell, das ihm im Winter Wärme gibt. Für die Stadt angepasst trägt er Stroh und schwarz-grau gestreifte Stulpen an den Beinen, die diese vor den Gefahren der Straße schützen sollen.

Die Maske aus Weymouth Kieferholz wurde vom Owinger Schnitzer Benz nach Idee und Vorlage von Thomas Konopka und Dietmar Bronner geschnitzt. Je nach Sichtweise drückt die Maske verschiedene Gesichtsformen aus. Aus Sicht von Kindern, die die Maske von unten sehen, grinst der Keiler und wirkt freundlich. Von oben und der Seite wirkt der Gesichtsausdruck grimmiger und etwas angriffslustig.

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